ADVENT 2020 - Fürchtet Euch nicht!

Ein bunter Strauß voll Zuversicht

Mauern und Tore

Da stehen sie, die Mauern und Tore. Abweisend. Oder schützend.

Das Thema hatten wir ja schon in den letzten Jahren.

Aber dieses Jahr schauen wir vielleicht wieder anders darauf, ist uns vielleicht der Schutz wichtiger geworden - oder wir schauen von Innen auf die Mauern und Tore und fühlen uns eingesperrt, unserer Freiheit beraubt?
Alleine diese kleine Betrachtung macht deutlich, dass es nicht DIE EINE Wahrheit oder Sicht geben kann. Es hängt zum größten Teil von uns ab, wie wir auf diese Mauern und Tore reagieren.

Vielleicht nehmen wir heute unsere "eigenen 4 Wände" einmal bewusst und dankbar wahr - gerade, nachdem wir im letzten Jahr so viel Zeit dort zugebracht haben -, und freuen uns, dass wir ein Zuhause haben.

Vielleicht haben wir es uns schon lange nicht mehr bewusst schön dort gemacht, sondern nur noch selbstverständlich dort gehaust?

Vielleicht haben wir Sorge, dass wir unsere Sachen, die dort sind, irgendwann einmal nicht mehr haben könnten - oder dass wir unseren Raum teilen müssen?

Vielleicht fühlen wir uns gefangen, weil wir gerade nur die Mauern, nicht aber die Türen sehen?

 

"Wünsch mir einer, was er will - dem gebe Gott genauso viel!" heißt es volkstümlich auf dem rechten Tor.

An der Schwelle zum Raum eines anderen werden wir augenzwinkernd darauf hingewiesen, dass es unsere eigenen Gedanken und Wünsche sind, die genauso und noch mehr zu uns zurück kommen.

Wenn wir heute also durch eine Türe aus unseren Häusern treten, dass lasst uns dankbar sein, dass wir ein Zuhause haben, von dem aus wir hinaustreten können. 

Und wenn wir in die geschützten Mauern eines Hauses treten, dann können wir einmal bewusst darauf achten, welche Gedanken, Gefühle und Wünsche wir hineintragen und ob diese auch so zu uns zurückkommen dürfen?!


Ich wünsche uns allen achtsame Schritte heute!