CHORona - was das Corona-Virus für uns Chöre bedeutet

Wer hätte das gedacht: von jetzt auf nachher gibt es kein gesellschaftliches Leben mehr, alles steht still.

Fast alle Chöre haben schon reagiert und ihre Proben abgesagt, entweder aus eigener gesellschaftsverantwortlicher Motivation - oder schlicht, weil die Räume nicht mehr zugänglich oder die Probenteilnahme verschwindend gering ist.

Und so wie es aussieht, wird wohl das öffentliche Leben bald noch mehr reguliert, so dass an Proben nicht mehr zu denken ist.

Uff - was tun?

Ich glaube, das Wichtigste ist zum einen, den Verzicht auf unser Hobby Chorsingen als selbstverständlichen Beitrag zur Prophylaxe im Kampf gegen das Virus anzunehmen und zu kommunizieren.

Zum einen entspricht das dem von uns Chören gelebten Gemeinschaftsgedanken. Damit tragen wir nach außen, was wir sonst nach innen Woche für Woche und Jahr für Jahr leben und können uns als Agierende statt als Verlierer der aktuellen Situation erleben.

Zum anderen schadet es vielleicht auch einmal nicht, aus dem Kreislauf der Erwartungen aller, den terminlichen Zwängen und wiederkehrenden Events auszusteigen zu müssen und dadurch wieder einmal die Freiheit zu erleben, sich neu zu sortieren und über die Balance von Sinnvollem, Machbarem, Wünscheswertem und Umsetzbaren nachzudenken.

 

Ich lade Euch also alle dazu ein, diese Zwangspause als Chance zu sehen, Euch von alten Zöpfen trennen zu können, einmal Raum für konzeptionelle und systemerneuernde Arbeit zu haben und den Begriff der "schöpferischen Pause" wieder neut mit Leben zu füllen.

Außerdem möchte ich in der nächsten Zeit verschiedene Ideen hier in meinem Blog veröffentlichen, wie man die Choristi bei Laune halten kann, welche Möglichkeiten von online-Betreuung sich als hilfreich und sinnvoll erweisen und was es an Anregungen gibt, wie man zuhause mit seiner Familie das Singen (neu?) in den Alltag integrieren kann. Dazu dürft ihr mir gerne hier unter den Blogeintrag oder auch auf der Facebookseite Beiträge, Anregungen oder Erfahrungen schicken.

 

Lasst Euch die Stimmung nicht vermiesen - wenn wir jetzt alle gegenseitig aufeinander aufpassen und uns bedacht verhalten, dann wird es sich hoffentlich nicht ewig hinziehen, bis wir wieder zusammen singen können.

Und im besten Falle haben wir unsere Gemeinschaft, unsere Freiheit und unsere Möglichkeiten ganz nue schätzen gelernt...!

 

Bleibt zuversichtlich, gelassen und guter Stimmung! :-)

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